Kinder- und Jugendhaus Werl Aspe Stadt Bad Salzuflen
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Sonntag
5. Sep 2010













Konzeption für das
Kinder- und Jugendhaus Werl-Aspe/Knetterheide

  1. Entstehung und Geschichte des Hauses
  2. Allgemeine Ziele / Auftrag / Aufgaben
  3. Angebotsschwerpunkte
    • Offener Bereich
    • Jugendmedienarbeit
    • Partizipation
    • Ferienspiele
    • Freizeiten
    • Hausaufgabenbetreuung
    • Sportangebot
    • Kreativ Angebote
    • Kooperation mit freien Trägern
  4. Beteiligungsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen
  5. Betriebszeiten
  6. Beschreibung Örtlichkeiten / Raumkonzept
  7. Einordnung / Bedeutung im Sozialraum
  8. Mitarbeiter/innen / Beschäftigte
  9. Finanzierung
  10. Besonderheiten



  1. Entstehung und Geschichte des Hauses
    Im Jahr 1975 wurde in den Räumen des Gemeinschaftshauses der erste Jugendtreffpunkt in Knetterheide eingerichtet.
    Unter der Betreuung des Heims der Jugend in Schötmar, gründete sich ein Jugendclub, der sich an zwei Tagen in der Woche traf und unter anderem Discos veranstaltete. Dieser Treffpunkt im Gemeinschaftshaus musste sich die Räumlichkeiten mit anderen Vereinen und Veranstaltern teilen. Nachdem im Jahr 1989 das Gemeinschaftshaus neu angebaut wurde, konnten ab 1990 die alten Räumlichkeiten als eigenständiges Jugendzentrum eingeweiht werden.
    Das Haus wurde von Beginn an nicht nur von Jugendlichen und Kindern aus dem Ort, sondern aus dem gesamten Stadtgebiet gut angenommen. Durch die zentrale Lage im Wohngebiet kam es anfänglich zu Problemen mit der unmittelbaren Nachbarschaft. Im Laufe der Zeit kam es durch eine beidseitige Rücksichtnahme zu einer weitgehenden Akzeptanz des KJH im Wohnumfeld.
  2. Allgemeine Ziele / Auftrag / Aufgaben
    • Ziele
      Durch die unterschiedlichen Bildungsniveaus, die altersgemischte und multikulturelle Besucherstruktur kommt es zu Interessenkonflikten. Diese können nur durch demokratische Grundregeln, Toleranz, Verantwortung, Mitbestimmung und gegenseitigen Respekt miteinander gelöst werden.
      Unser Ziel ist es den Besuchern dieses Verhalten zu vermitteln und vorzuleben.
    • Auftrag
      Das KJH bietet den Kindern und Jugendlichen einen Raum und die Zeit, demokratischen, sozialen und gemeinschaftlichen Umgang miteinander zu lernen und zu praktizieren.
      Durch die verschiedenen Angebotsschwerpunkte geben wir den Besuchern die Möglichkeit ihre Interessen und Bedürfnisse zu verwirklichen und zu fördern.
    • Aufgaben
      • Ansprechpartner und Berater sein in schwierigen Lebenslagen und bei Problemfällen
      • Informationsträger, Vermittler zu Beratungsstellen / Ämtern
      • Gruppenprozesse erkennen, reflektieren, leiten und aufgreifen
      • Wünsche, Bedürfnisse, Neigungen und Interessen erkennen, fördern, aufgreifen und umsetzten. Unterstützung von selbstständigem und eigenverantwortlichem Handeln
      • Umsetzung von veränderten Bedingungen in der Jugendarbeit
      • Koordination der Angebote
      • Gewährleistung der Offenheit gegenüber allen Kindern und Jugendlichen, des offenen Betriebes und der Öffnungszeiten
      • Reflexion der eigenen Arbeit
      • Gewährleistung der gesetzlichen Bestimmungen (Jugendschutz)
  3. Angebotsschwerpunkte
    Das Kinder- und Jugendhaus versteht sich als Anlauf- und Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 27 Jahren.
    Die Durchführung des offenen Betriebes ist ein wesentlicher Bestandteil des pädagogischen Konzeptes der Jugendarbeit des Hauses. Sein Umfang und vor allem sein Inhalt sind im wesentlichen davon abhängig, welche Probleme die Jugendlichen im Moment beschäftigen und welche Konflikte im Moment aktuell sind.
    Für die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen stellt das KJH einen Spielraum für sportliche, kreative, mediale und kommunikative Aktivitäten zu Verfügung. Die Öffnungszeiten orientieren sich an den Bedürfnissen der Besucher einerseits und an den vorhandenen Ressourcen andererseits.
    • Offener Bereich
      Der offene Bereich ist das Herzstück des Kinder- und Jugendhauses. Er dient als Schnittstelle bzw. als Ausgangspunkt für Beratungsgespräche, Hilfsangebote, Gruppenaktivitäten (Sportangebot oder Ausflüge). Gleichzeitig bietet er eine Begegnungsmöglichkeit für Jugendliche aus verschiedenen soziokulturellen Gesellschaftsgruppen.
    • Jugendmedienarbeit (Cafe Ch@tpoint)
      Der Anteil junger Menschen die über einen eigenen Computer und/oder einen Internetzugang verfügen steigt stetig. Dieser Zugang ist aber noch immer stark von den finanziellen Möglichkeiten der Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien abhängig und bildet so einen sozialen Filter.
      Unser Ziel ist es den Besuchern unseres Hauses diesen Zugang kostengünstig zu ermöglichen, um bestehende soziale Benachteiligungen und Zugangsschranken in der Nutzung und im Zugang zu den neuen Medien abzubauen. Hierfür stehen ihnen 6 Computer zu Verfügung, die sie für Bewerbungen, Hausaufgaben(recherche), surfen im WWW oder zum Spielen nutzen können. Unsere eigene Homepage (www.kjh-werl-aspe.de) bietet den Besuchern die Möglichkeit sich über bevorstehende und vergangene Aktionen zu informieren.
    • Ferienspiele
      In Kooperation mit dem DKSB werden 3 mal im Jahr Ferienspiele für je max. 60 Kinder im Alter von 7 – 13 Jahren angeboten. Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern wird das Angebot mit erfahrenen Honorarkräften durchgeführt.
    • Freizeiten
      Die Planung und Durchführung von Freizeiten sind ein fester Bestandteil der Programmplanung des Hauses. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf erlebnispädagogischen Maßnahmen, bei denen es sich meist um bewegungsorientierte Aktionen mit einem „abenteuerlichen“ Charakter handelt. (Kletter- und Campingfreizeit)
    • Hausaufgabenbetreuung
      Unter der Aufsicht des Kinderschutzbundes und in Kooperation mit der GS Knetterheide wird im KJH 3 mal pro Woche Hausaufgabenbetreuung angeboten. Dieses Angebot wird vor allem von Grundschülern mit Migrationhintergrund besucht und ist kostenlos. Das Angebot wird von einer Honorarkraft begleitet.
    • Sportangebote
      Dem Bedürfnis nach sportlichen Aktivitäten wird durch ein vielfältiges Angebot an Mannschafts- und Individualsportarten wie Basketball, Tischtennis, Billard, Kicker, Klettern, Fußball und einem Fitnessraum innerhalb des Hauses nachgekommen. Angebote wie Schwimmen, Eislaufen und Minigolf werden in unregelmäßigen Abständen angeboten.
    • Kreativ Angebote
      Töpferkurs, Kochkurs, Bastelangebot Hierbei handelt es sich um zeitlich begrenzte Kursangebote
    • Kooperation mit freien Trägern
      Die Vernetzung mit den freien Trägern wird in gemeinsamen regelmäßigen Treffen und Aktionen praktiziert. Eine intensivere Zusammenarbeit findet bereits mit dem DKSB statt. (Ferienspiele, Hausaufgabenhilfe und Sonderveranstaltungen wie z.B. Rosenmontagsparty oder die Weihnachtsfeier werden gemeinsam durchgeführt.)
  4. Beteiligungsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen
    Im KJH ist die Mitbestimmung der Besucher und ehrenamtlichen Mitarbeiter ein täglich wiederkehrendes, demokratisches Lernfeld. Gemeinsam werden Programme erstellt, Veranstaltungen geplant, die Raumgestaltung besprochen, kleinere und größere Konflikte diskutiert und die Geschicke des Hauses gelenkt. Durch die Beteiligung der Besucher, soll außerdem eine höhere Indentifikation mit der Einrichtung erreicht werden.
    Um diesen Prozess weiterhin zu stärken, sind regelmäßige Hausversammlungen geplant.
  5. Betriebszeiten
    Das Haus wird zum Teil von morgens 9.00 Uhr – abends 20.00 Uhr genutzt
    Öffnungszeiten (Offener Bereich)
    Mo: 13.00 – 20.00
    Di: 13.00 – 20.00
    Mi: 13.00 – 18.00
    Do: 13.00 – 20.00
    Fr: 13.00 – 20.00
    Sa. und So. bei Sonderveranstaltungen
    Die Räumlichkeiten werden im Vormittagsbereich verschiedenen Gruppen (Miniclub, Schulklassen) zur Verfügung gestellt.
  6. Beschreibung Örtlichkeiten / Raumkonzept
    Das KJH verfügt über 360 qm Grundfläche die sich auf 10 Räume verteilen. Ein eigener Außenbereich ist praktisch nicht vorhanden. Er beschränkt sich leider nur auf einen Parkplatz vor und eine Terrasse hinter dem Haus.
    Durch die baulichen Gegebenheiten und die Vergangenheit des Hauses (ehemaliges Gemeinschaftshaus) sind die zu Verfügung stehenden Räume und deren Anzahl ebenfalls nicht optimal. Eine Mehrfachnutzung der Räumlichkeiten ist daher unumgänglich.
    Das Haus befindet sich in mitten eines Wohngebietes. Nach anfänglichen Problemen mit der Nachbarschaft hat sich das Kinder- und Jugendhaus im Laufe der Jahre im Ortsteil Knetterheide etabliert und mit den Nachbarn arrangiert. Lärmintensive Veranstaltungen werden sozialverträglich und behutsam terminiert.
    Der Bau der Grundschule Knetterheide gibt uns die Möglichkeit die Sporthalle und die Aussenanlage zu nutzen Durch die unmittelbare Nähe zum Schulzentrum Aspe ist es vielen Besuchern aus diesem Einzugsgebiet möglich, die Einrichtung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen.
  7. Einordnung / Bedeutung im Sozialraum
    Zum Einzugsgebiet des Hauses zählen vorrangig die Ortsteile Werl-Aspe und Knetterheide. Im Vergleich mit anderen Ortsteilen verfügt Knetterheide über einen relativ hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen. Durch die Bebauung des Südfeldes in den letzten Jahren (Neubaugebiet) wird dieser Anteil weiterhin zunehmen.
  8. Mitarbeiter/innen, Beschäftigte
    Das Haus wird von zwei hauptamtliche Mitarbeitern und einem Zivildienstleistenden betreut. Bei der Gestaltung und Realisierung des Gruppenprogramms werden diese von Honorarkräften unterstützt.
  9. Finanzierung
    Die Finanzierung ist durch den Haushalt des Stadt Bad Salzuflen gewährleistet.
  10. Besonderheiten
    Es besteht eine Kontinuität in den Angeboten, Öffnungszeiten und auch durch die Bezugspersonen.
    • Das KJH wird von den Kinder und Jugendlichen freiwillig besucht
    • Grundlage unserer Arbeit ist kontrolliertes Vertrauen!
    • Die offene Jugendarbeit erfordert ein hohes Maß an Flexibilität.
    • Lage im Wohngebiet
    • Geringe eigene Außenfläche und teilweise alte Bausubstanz
    • Räumliche Nähe zum Schulzentrum Aspe und der Grundschule Knetterheide


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